Unser Traum

Der kleine Ort Agios Nikitas

Wir beide, wir haben einen großen Traum: endlich in das Dorf Agios Nikitas zu gelangen, über dem wir hier auf einem Hügel leben. Bislang kennen wir den Ort nur von unserem Ausblick aus, denn wir wurden bereits hier oben geboren. Doch allein der köstliche Geruch nach Essen -speziell nach Gyros- , der bei idealen Windbedingungen bis zu uns herauf zieht, lässt absolut keinen Zweifel: Im Dorf unten da muss es einfach traumhaft sein. Und neben den Restaurants mit gutem Essen ist da unten ja auch noch das Meer, das wir auch noch nie von der Nähe gesehen haben. Man muss sich das mal vorstellen: wir leben auf einer griechischen Insel und haben noch nie das Meer gesehen…

Was uns auch am Dorf interessiert: Die anderen Katzen, die dort leben. Wir zwei verstehen uns zwar gut miteinander und auch mit Zorro haben wir unseren Spaß, aber ein bisschen mehr Abwechslung wäre auch nicht so schlecht. Mal mit ein paar anderen zu plaudern könnte ja nicht schaden. Und wer weiß, vielleicht wartet ja gerade da unten die große Liebe auf uns? (meint Marlin) Oder einfach ein paar Flirts mit hübschen Katzendamen! (hofft Milo).

Ein unerfüllter Traum

Warum wir nicht einfach runter laufen? Ja, genau hier liegt das Problem: am Ende der Strecke, kurz vor Beginn des Orts, da lebt Adamo. Ein knurrender, zähnefletschender, laut bellender, schwarzbrauner Hund. An dem kommen wir einfach nicht vorbei. Natürlich haben wir es schon mehrmals versucht aber ganz egal, wie leise wir auch schleichen – sobald wir nur in seine Nähe kommen, fängt er mit seinem furchtbaren Bellen an.

Und von wegen: Hunden die bellen, die beißen nicht. Schaut euch nur Zorro an, mit seinem kleinen Stummelschwanz. Der ist dem Adamo mal unglücklicherweise über den Weg gelaufen. Oder meintet ihr, sein Schwanz war immer schon so kurz?