Milo ist verschwunden!

Hallo meine Lieben, hier ist eure Marlin. Ich bin völlig fertig. Ich hab mich jetzt zurück rauf gekämpft zu unserem Haus. Bin aber leider alleine da. Milo ist weg, er ist verschwunden. Aber alles der Reihe nach.

Dass wir es tatsächlich an Adamo vorbei ins Dorf schafften, habt ihr ja bereits mitbekommen. Dieser Plan funktionierte wirklich gut. Doch dann wurden unsere Erwartungen und Träume ziemlich schnell enttäuscht. So wunderbar hatten wir es uns schon ausgemalt, wie es unten im Ort sein würde. Wie wir uns die Bäuche mit Gyros vollschlagen und abends mit den Dorfkatzen um die Häuser ziehen würden.

Geplatzte Träume

Doch es kam völlig anders. Unten angelangt bemerkten wir gleich die Armut, mit der unsere Katzenkolleginnen und -kollegen im Dorf zu kämpfen haben. Es leben dort einfach viel zu viele Katzen, um alle satt zu bekommen. Statt Gourmetküche aus den Restaurants gibt es meist Reste aus den Mülleimern. Natürlich sitzen die Katzen in den Tavernen unter den Tischen und ja, die Menschen geben ihnen auch immer mal was von ihrem Essen ab. Aber aufgrund der großen Überzahl schauen halt die meisten dann doch durch die Pfoten. Und so bleibt ihnen nichts anderes übrig, als selbst für ihr Essen zu sorgen.
Dieser Kampf ums Überleben hat bei vielen von ihnen Spuren hinterlassen. Die meisten haben Wunden am Körper und schleichen traurig und ungepflegt umher. Selbst Jüngere als wir sahen verlebt und um Jahre älter aus. Schnell bemerkten wir auch die große Rivalität untereinander. Hier herrscht das Gesetz des Stärkeren. Verständlich: Bedeutet doch der erkämpfte bessere Platz auch die größere Chance zu überleben…

Der Schrecken der Nacht

Milo und ich waren sehr bedrückt über die traurigen Umstände hier unten und beschlossen, vorerst wieder zurück nach Hause zu gehen. Vielleicht würde uns ja daheim eine Idee einfallen, wie wir den armen Katzen helfen könnten. Doch soweit kam es nicht: In der Nacht wurden wir von lauten Geräuschen aufgeschreckt. Katzen rannten und fauchten, Autos quietschten und Menschen schrien. Was war bloß passiert? Waren das vielleicht Katzenfänger?! Voller Panik liefen auch wir los. So schnell wir konnten – jedoch leider offenbar in unterschiedliche Richtungen. Denn als ich endlich keinen Lärm mehr hörte und mich umdrehte, war Milo verschwunden.

Ängstlich harrte ich die Nacht aus. Als es dann dämmerte, begann ich sofort, nach Milo zu suchen. Den ganzen Tag hoffte ich, meinen Bruder zu finden. Doch er blieb verschollen. Hatte er sich verirrt oder traute er sich nicht mehr aus seinem Versteck? Oder wurde er tatsächlich von Fängern erwischt? Ich hatte so Angst. In meiner Not hab ich mich nun alleine zurück nach Hause gekämpft. Ich brauche Hilfe. Ich muss Zorro alles erzählen und mit ihm ins Dorf zurückkehren.
Gemeinsam müssen wir unseren Milo finden…

Eure traurige Marlin

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