Wir reißen die Grenzen nieder!

Hallo, hier ist wieder Marlin.

Milo hat euch ja schon davon erzählt, dass in uns die Kämpfernatur erwacht ist. Die Sehnsucht nach dem Dorf wird zunehmend größer. Wir wissen jetzt, wie gut das Essen da unten schmeckt und wir wollen uns in Zukunft nicht mehr nur mit den leckeren Gerüchen begnügen. Wir müssen es jetzt einfach mal versuchen, an Adamo vorbei zu kommen.

Versteht uns nicht falsch. Hier oben gefällt es uns ja gut, die Gegend ist wunderschön, aber „das Unten“, das kennen wir ja noch überhaupt nicht. Wir möchten uns eigentlich auch gar nicht entscheiden müssen, ob wir jetzt unten oder oben leben. Wir wollen beides. Unser Wunsch ist es, uns ungehindert bewegen zu können und uns nicht einsperren zu lassen.

Unsere Pläne für die Zukunft

Seit letzter Wochen sind Milo und ich nun schon eifrigst am Pläne schmieden. Mehrmals haben wir uns auch schon in die Nähe von Adamo gewagt, um seine Gewohnheiten auszuspionieren. So haben wir zum Beispiel herausgefunden, dass er nicht zu jeder Zeit alleine Draußen ist. Ein bis zweimal pro Woche geht sein Besitzer mit ihm eine Runde ins Dorf, an der Leine! Ungefähr eine halbe Stunde später kehren sie dann wieder zurück. Wir meinen: Das wäre doch genug Zeit für uns, um es zu schaffen!

Eine andere, wenn auch ziemlich abenteuerliche Möglichkeit wäre es, in einem Auto an Adamo vorbei zu gelangen. Wir könnten unbemerkt in ein Gästeauto hinein flitzen und unten im Ort, wenn die Türen aufgehen, dann wieder schnell raus laufen. Wichtig dabei wäre natürlich zu wissen, ob das Auto tatsächlich ins Dorf fährt und nicht vielleicht zum nächsten Flughafen…

Zorro der Spaßverderber

Zorro trägt zu unseren Plänen tatsächlich leider gar nichts Konstruktives bei. Im Gegenteil – er rät uns sogar täglich davon ab. Wir verstehen natürlich seine Ängste und Sorgen, aber er im Gegensatz zu ihm damals, planen wir jetzt unser Vorgehen haargenau. Zorro stieß ja völlig unvorbereitet und überraschend auf den wilden Hund. Außerdem, so ganz unter uns gesagt, ist er halt auch nicht mehr der Jüngste. Und kann uns deshalb schon nicht verstehen. Wir zwei aber, wir stehen in der Blüte unseres Lebens. Wir wollen noch was Erleben und was Neues kennenlernen. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Unsere neuen Gäste – echt langweilig

Zusätzlich sind wir auch von unseren neuen Gästen nur mäßig begeistert. Es sind zwei Paare um die 65 Jahre alt, die jeden Tag bis auf einen kleinen Ausflug ins Umland nur hier bei uns auf der Terrasse sitzen und Karten spielen oder Zeitung lesen. Und obwohl sie so viel da sind, ignorieren sie uns geflissentlich. Egal wie wir es auch versuchen, sie wollen uns offensichtlich überhaupt nicht richtig bemerken. Kein Streicheln, kein Futter, kein Zutritt zum Haus – einfach zum Einschlafen. Andererseits: Gut für unsere Pläne. So haben wir genügend Zeit, die Lage zu sondieren und den idealen Zeitpunkt für unser Vorhaben zu finden. Wir beschließen also, diese Gäste, von denen wir nicht mal die Namen wissen, genauso zu ignorieren und uns aufs Wesentliche zu konzentrieren: Unser Sturm ins Dorf.

D-Day – morgen Früh ist es soweit!

Meine Freunde, ich kann euch sagen: wir sind schon wahnsinnig aufgeregt. Nach allem was Milo und ich erforscht haben, steht es nun fest: Morgen wird der Tag der Tage sein. Wir werden die Grenze durchdringen und an Adamo vorbei ins Dorf gelangen. Die Zeichen stehen günstig, alles ist vorbereitet und alles bestens geplant. Wir sind schon so gespannt und voller Vorfreude auf das, was uns im Dorf erwarten wird. Gleich nach unserer Rückkehr werden wir euch hier berichten.

Drückt uns die Daumen!

Alles Liebe
Eure Marlin

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